Unser Gespann

Ein herzliches Hallo an euch Alle!

Heute werde ich mich mal unserem Gespann widmen, obwohl dieser Ausdruck nicht wirklich korrekt gewählt ist. Denn wir reisen nicht mit Pferden, und wohl auch nicht in einer Kutsche. Einerseits leider, denn das Tempo einer Kutsche würde mir sehr viel mehr zusagen, andererseits haben wir keinerlei, also NULL Beziehungen zu Pferden, wie also sollte ich es schaffen, sie zu überzeugen, mich in einer Kutsche hinter sich herzuziehen? 😉
Nun denn, wir sind also beim Auto geblieben. Ich hatte bereits in einem anderen Beitrag geschrieben welches Dieselmonster wir nun besitzen, zur Erinnerung, es ist ein Mitsubishi Pajero, benannt nach einer Wildkatzenart, die irgendwo in dieser freien Welt auf unwegsamen Wildpfaden herumklettert. Sowas soll der Pajero auch können. Lustig ist, auf youtube kann man sich sowas angucken. Erwachsene Männer (jaaa…Männerding) fahren mit ihren Allradmonstertrucks durch Matscheschluchten, Abhänge hoch und runter und haben RIESENSpaß! Wenn ICH da drin sitzen würde, ich würd nur noch kreischen, das sieht aus, als wenn die Autos jeden Moment umkippen, ODER aber in den Fluten absaufen. Nunja… ich muss ja nicht. Vielleicht hat Henning ja in der letzten kleinen versteckten Ecke seines wagemutigen Herzens den Spaß an sowas versteckt? Vielleicht werden wir es alle herausfinden, vielleicht bleibt es eines seiner Geheimnisse. Momentan bin ich sehr dankbar, dass ich mit ihm einen vorsichtigen und vorausschauenden Gespannlenker an meiner schmalen Seite habe, DENN da hängt ja noch unser Wohnwagen dran! Und das ist auch der Grund, warum er fährt und nicht ich. Jaa, ich weiss, ich könnte noch immer einen Fahrkurs besuchen und es lernen, doch die Erfahrung, die er bereits hat, ist Gold wert und ich will jetzt echt nicht jeden Tag üben mit dem Wohni. Den Aufwand finde ich zu groß.  Wir sind, wie ich grade merke, auch ein Gespann, ein gutes sogar, ein echtes Team und haben unsere Verantwortung für den Reiseverlauf aufgeteilt. Ich bin die Organisatorin und Kommunikatorin, Copilotin und Einkäuferin. Er übernimmt das Fahren, technisches und handwerkliches know how und hat die freundschaftlichen Beziehungen, die uns in Portugal weiterhelfen werden. Gleichermaßen verteilt ist die Verantwortung für unsere liebenswerten Töchter, logisch, wir sind die Eltern; nur der Vollständigkeit halber hier erwähnt. 😉 Ich finds perfekt.

Zum Auto noch eine interessante Sache: Es ist nicht nur ein Auto, nein, sobald wir an einem unserer Stellplätze angekommen sind, wird es sich verwandeln in einen Schlafraum. Henning hat innerhalb einiger arbeitsreicher Stunden eine klappbare Holzvorrichtung hinten in den Pajero gebaut, die uns erlaubt, dort Matten und uns selbst draufzulegen und dort zu schlafen. Das Holz ist überzogen mit Lautsprecherabdeckfilz wie ich das verstanden habe, sodass wir keine Splitter in die Matten ziehen können. Wär ja nicht so gut, denn das sind so selfinflating Matten, wo sich von alleine Luft reinzieht, wenn das Ventil geöffnet wird. Eine großartige Erfindung wie ich finde! Vor der Abfahrt klappen wir die Liegefläche dann zusammen nach hinten und die zwei Teenies können sich wieder einrichten auf ihren Plätzen.

einmal der Pajero von hinten:

und von der Seite:

und auch von vorne:

so, hier habe ich fotografiert, wie unsere Liegefläche ausgeklappt wird…..

Teenies sind draussen, dann erstmal die Rücksitze umklappen….

so. Wie ihr sehen könnt, neigen sich die Sitze nach unten an den Kopfstützen, also…

….existiert eine Piratenleitplanke nach vorne. Die Matte ist Schutz und Isolierung.

So sieht sie aus, noch ein wenig geklappt. Die Holzklötzchen rechts sind Stützbeine, die seht ihr auf dem nächsten Foto

Und nun ist die Fläche gerade. nunja…fast 😉 wenn Gewicht draufliegt, dann verschwinden noch die letzten kleinen krummen Biegungen.

Das Ganze nochmal von hinten fotografiert. Liegefläche ist ungefähr 120×195 cm und der gesamte Vorgang dauert ca.30 Sekunden .

Wir Eltern waren großzügig und haben den beiden jungen Frauen die Betten im Wohnwagen überlassen, zu viert da drin zu schlafen funktioniert zwar, doch eine Privatsphäre kann dann jeder vergessen. Wir führen zudem noch zwei Zelte mit uns, ein Pop-up Zelt für eine Person, die mal Ruhe haben möchte, sowie ein IgluZelt  (Momo! das ist deins, weisste noch?) mit Vorzelt und vielen Schnüren und Heringen, das wir nur dann aufbauen möchten, wenn wir länger als 3 Nächte irgendwo bleiben. Mal sehen, bisher alles nur Theorie, keiner weiss, wie es wird, wer dann wo schläft etc.

Wir sind jedenfalls gut ausgestattet und auf einiges vorbereitet, die portugiesischen Straßen im Hinterland können uns nicht schrecken, wir kommen mit der Wildkatze! Zudem sind wir auch noch im ADAC…. denn Pannenabenteuer strapazieren Hennings Gelassenheit doch sehr. Da tritt dann die Copilotin in Erscheinung und regelt das Notwendige, zur Not mit Händen und Füßen 😉

 

Zum Schluss noch ein paar Fotos vom Wohnwagen, der nun in seiner angemalten Pracht auf seinen Einsatz wartet:

 

 

Heute möchte ich Grüße senden an https://www.youtube.com/channel/UCl4DAA-w9an76sdvKvy1URA mit dem Sabine, Micha und Fenja unterwegs sind. Alles Gute für euch!

Tschüss, bis zum nächsten Mal!

Eure Corinna

 

 

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