Los gehts!

Ja, wir sind nun endlich losgefahren, allerdings unter wirklich miesen Bedingungen, denn Henning ist am Freitag mit Zahnschmerzen aufgewacht, die sich über die eine Gesichtshälfte bis hinter das Auge hochgezogen haben. Da standen wir als Familie einfach hilflos daneben. Er wollte auch erstmal keine Schmerztabletten nehmen, sozusagen abwarten ob der Schmerz von selbst wieder verschwindet. Unsere Abfahrt hatten wir selbst auf 11 Uhr angesetzt, daß wir dann erst gegen eins losgefahren sind war durchaus erwartet. Mit Pausen zwischendurch waren wir dann um 17:30 auf dem Campingplatz „Am Neudahner Weiher“. Der befindet sich in der Südwestpfalz in der Nähe des kleinen Ortes Dahn.
Wir bekamen einen Stellplatz auf einer wunderschönen Wildwiese zugeteilt auf der bereits Campinggäste standen und am Ende der Wiese waren Schienen sowie der Bahnhof „Moosbachtal“. Also alles wie im Forstwald 😉

Nach diversen Meinungsäusserungen, wie man denn nun am allerbesten den Wohnwagen hinstellen könnte, ( wie ist der Sonnenlauf, wollen wir in der Sonne frühstücken oder eher abends in der Sonne sitzen? etc…) hat Henning abgekoppelt und Jule hat die Stützen runtergekurbelt, was wirklich erwähnenswert ist!  Henning ging es immer schlechter, die Schmerzen verschwanden nicht, im Gegenteil.
Er hat sich dann auch tatsächlich widerspruchslos nach dem Abendessen mit Schmerztabletten ins Bett „schicken lassen“, was für mich immer ein Alarmzeichen ist, dann gehts ihm richtig schlecht.

Henning hat sich also in sein gemachtes Bett im Auto zurückgezogen und wir Mädels haben das „2seconds“ Zelt von quechua auf die Wiese geworfen, in dem Anna dann 2 Nächte geschlafen hat, haben den Campingplatz angeschaut und die beiden Teenies sind sogar im Weiher geschwommen! Der Campingplatz ist wirklich unter familiärer Leitung, der Opa ( und Gründer von 1955 ) schaut oben aus dem 3.Stock aus dem Fenster, seine Tochter vorne vom Balkon ob alles so seine Richtigkeit hat, ich bin 2x angesprochen worden, als ich vom Müllwegbringen (ausserhalb des Terrains) zurück an den Weiher kam, ob ich angemeldet sei, nein, es darf NICHT jeder am Weiher sitzen. Rund um den Weiher gibt es allerdings fast nur Dauercamperplätze, bis auf eine Wohnmobilwiese, was ich schade finde.

Zurück am Wohni haben wir dann gesehen, dass die Truppe junger Menschen uns gegenüber rasant angewachsen war inklusive wunderschönem Käfer Cabrio und mehreren VW Bussen. Ein Abgesandter kam noch rüber zu uns und meinte, wir sollten ruhig Bescheid sagen, wenn sie zu laut seien. Oder rüberkommen und ein Bier mittrinken, sehr nett! Dabei waren sie überhaupt nicht laut, wir haben recht früh und supergut geschlafen. Und dann war Samstag.

Und Henning ging es nicht besser. Kein bisschen. Sondern schlechter. Zahnschmerz, Kopfschmerz, Gesicht angeschwollen, Haut: schlimm. Also Schmerzmittel zum Frühstück und den Körper waagerecht gebettet. Die Mädels sind zum Weiher gegangen zum Schwimmen und danach haben wir 3 Frauen die Burgruine hoch oben auf dem Hügel besichtigt. SUPER BLICK und endlich Internet, das auf dem Campingplatz nicht zur Verfügung steht. Totalausfall wegen Tal. Oder so 😉 Also schnell ein paar Fotos auf instagram hochgeladen und einige Nachrichten verschickt. Danach stand wieder Schwimmen auf dem Programm und Sonne pur, herrlich !! So einen feinen dunkelblauen Himmel hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Ziemlich schnell war der Samstag dann schon vorbei, bei Henning keinerlei Besserung und am nächsten Morgen sollte es weitergehen zum Titisee, doch kann Henning das Auto fahren??

 

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