Wieder zu Hause

Unser Kontrastprogramm in Lissabon war am 8. März zu Ende und wir sind zurück auf unser Land gefahren, zu den Bäumen, der frischen Luft und dem weiten Blick.

Wie alles im Leben hat es zwei Seiten, denn der schnelle Gang zur pastelaria oder zum Bäcker fällt weg, genauso wie die Massen von Menschen und die Hundekacke auf dem Bürgersteig 😉 Die Frage ist halt, was will ich? Was tut mir gut? Was brauche ich zum Leben?

Ich weiss inzwischen, dass ich definitiv KEIN gekacheltes Badezimmer mit Wasserspül- Klo brauche, mir die Ruhe zwischen den Bäumen unheimlich guttut und dass ich trotzdem gerne schnell mal zum Bäcker gehen würde. Da muss ich mit mir selber wohl einen Kompromiss schließen.

Beide Kinder benehmen sich natürlicher, je länger wir weg sind von TV, Werbetafeln und Straßenverkehr und das ist wirklich schön. Sie kümmern sich mehr. Sie kümmern sich überhaupt mal ;-). Um ihre kleinen Bäume um Beispiel oder ihre selbstgesäten Blumen, langsam langsam ist YouTube nicht mehr lebensbestimmend.  Stattdesse lesen beide das englische Buch „World without end“ von Ken Follet, das hat knappe 1200 Seiten. Und Anna lernt nun portugiesisch wie selbstverständlich.

Es ist ein langer Weg vom fremdbestimmten Schulkind zum selbstbestimmten Menschen, der sich seine Tätigkeiten selbst aussuchen darf / soll / kann. Wir haben diese Zeit.

Genug philosophiert, nun habe ich noch ein paar brandneue Fotos von unserem Spa- Schlammkur -Paradies

 

 

 

Peter, der leidenschaftliche Baggerführer, zieht mit der Schaufel das Material glatt

 

 

 

 

 

Interessant ist er, dieser Lehm/Steinmischmasch, sage ich mal ganz unprofessionell, er trocknet schnell und ist dann sehr fest und unnachgiebig. Im nassen Zustand ist er formbar, wie man möchte. Daraus werden wir dann unsere tiny Lehmhäuser bauen.

Geregnet hat es nun ausgiebig, seit dem 26.Februar gab es selten trockene Perioden, so dass im Land plötzlich Bachläufe zu hören und auch zu sehen sind, die wir logischerweise noch nicht kannten. Einen davon habe ich für den blog fotografiert, denn der natürlich erkennbare Weg, den ich erweitert hatte, war ein kleines Bachbett „lach“, was soll ich tun? Wohl einen neuen Weg anlegen…. zudem liegt dort auch der abgebrochene Baum drauf. Jaaaa, viel zu tun, sobald es möglich ist.

Das Gurgeln dieses kleinen Süsswasserbächleins fehlt…. könnt ihr es euch vorstellen?

 

 

 

 

 

 

Es läuft oben vom Berg hinab, bis es sich bei uns unten in einer großen Fläche unter den Brombeeren sammelt, um dann weiter nach unten zu fließen. Dort befindet sich der spätere Gemeinschaftsacker und ein weiterer Fluss.

 

 

 

 

 

Irgendwie habe ich jetzt von den Bildern Durst bekommen auf frisches, kaltes, klares Wasser, wir können unseres immer von einer freien Quelle hier in den Bergen holen, DAS schmeckt gut, sag ich euch!

Zum Abschluss noch ein Foto der aktuellen Schuhmode bei uns auf dem Berg 😉

 

Bis zum nächsten Mal,

lebt schlammfrei !

4 Kommentare

  1. Hallo Ihr 4,es ist schwierig die richtigen Worte zu finden, wir freuen uns das es Euch Gut geht und mit eurem Leben zu frieden seid , das liest man aus deinem blog.
    Euch zu Besuchen macht noch kein Sinn, oder ich müsste mit einem Wohnwagen anreisen ?

    liebe Grüße aus Dorsten Reinhard und Greta

    1. Author

      Hallo mein lieber Papa, ich würde sagen, ihr wartet, bis wir ein Klo gebaut haben.😉

  2. Liebe Corinna, Rose leitet mir immer eure Nachrichten weiter. Nehmt mich doch bitte in eurem Verteiler auf. Das würde sie bestimmt sehr entlasten.
    Ich verfolge nämlich mit Spannung euer Leben in Portugal und bin ganz oft mit guten Gedanken bei euch.
    Mein Leben hat sich auch völlig verändert, vom Trinkwasserholen an einer Quelle in der Nähe über Gartenarbeit, die jetzt los geht und vieles mehr. Unser Kompostklo nehmen wir in Angriff, sobald es etwas wärmer geworden ist.
    Dieses neue Zuhause ist eine Übergangslösung, weil wir gerne schnell zusammen leben wollten. Wir sind also weiterhin auf der Suche nach etwas „Eigenem“, denn augenblicklich wohnen wir zur Miete in dem 450 Seelen großen Dörfchen Eiserfey bei Mechernich.
    Seit dem 1.März haben wir zwei neue ErdenbürgerInnen in unserer Gemeinschaft. Jordis und Mahara, die beiden Zwillinge von Franziska und Christian, sind gesund und munter zu uns gekommen.
    Ich freu mich auf euren nächsten Bericht.
    Ganz liebe Grüße an euch Vier – die Ingeborg aus „der etwas kälteren Eifel“.

  3. Liebe Ingeborg,
    Das sind schöne Neuigkeiten von Dir!
    Wir haben keinen Verteiler, das ist ja einfach nur ein blog und wenn du unten anklickst “ benachrichtige mich über neue Beitäge per email“ dann bekommst du Bescheid. Wer das nicht möchte, schaut einfach dann in den blog, wenn er will 😊. So geht das.
    Wir freuen uns, dass du dich wohl fühlst und deine Zuhause-Menschen gefunden hast! Viel
    Freude weiterhin bei deiner Arbeit,
    Fühl dich gedrückt von
    Henning und Corinna

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